Ausstellung der Künstlergruppe „full circle“ im Rathaus zu Ilmmünster beendet.
Rückblick auf die Finissage im Rathaus Ilmmünster: Kunst wirkt über den Raum hinaus
Am Sonntag, den 8. Februar, ging mit einer gemeinsamen Finissage die Ausstellung der Kunstgruppe „full circle“ mit Werken von Silvia Gürtner, Robert Rist, Matthias Wurm und Annette Marketsmüller im Rathaus von Ilmmünster zu Ende.
Zum Abschluss richtete Kulturreferent Norbert Ziegler persönliche Worte an die Besucherinnen und Besucher und überbrachte die Grüße von Bürgermeister Georg Ott, der leider verhindert war.
Ziegler betonte, dass eine Finissage weniger einen Abschied darstelle als vielmehr eine offene Frage: Was bleibt, wenn die Kunstwerke nicht mehr präsent sind? Nicht unbedingt ein einzelnes Bild, sondern ein Gefühl, ein Gedanke oder ein Moment des Innehaltens, der über den Ausstellungsbesuch hinaus nachwirkt. Die Ausstellung habe bewusst keine festen Deutungen vorgegeben, sondern dazu eingeladen, Wahrnehmung zu öffnen oder zu verlangsamen. Zwischen Farbe und Stille, Material und Licht seien Räume entstanden, in denen Sehen und Denken in Bewegung geraten konnten. Kunst ende nicht mit dem Abhängen der Werke, so Ziegler, sondern wirke im Alltag weiter.
Ziegler dankte den Künstlerinnen und Künstlern und allen Gästen und ermunterte sie noch einmal, mit einem wachen Blick, mit Fragen und vielleicht mit einem leisen Staunen, vor allem aber mit einem Lächeln nochmals durch die Ausstellung zu gehen.
Anschließend sprach Günter Helmbrecht, Organisator der Künstlergruppe „full circle“. Er blickte auf über zwei Monate Ausstellungszeit zurück und freute sich, dass das Projekt bereits zum vierten Mal erfolgreich im Landkreis Pfaffenhofen realisiert werden konnte. In Zeiten knapper Kassen sei es besonders wichtig, Kulturschaffenden weiterhin Raum zu geben, da Kultur häufig zu den ersten Bereichen zähle, bei denen gespart werde. Gerade in schwierigen Zeiten komme der Kunst jedoch eine besondere gesellschaftliche Bedeutung zu.
Helmbrecht dankte Kulturreferent Ziegler für die Unterstützung sowie der Gemeinde Ilmmünster, die ihre Räumlichkeiten den Künstlerinnen und Künstlern kostenfrei zur Verfügung gestellt hatte. Wo die Reise von „Full Circle“ als Nächstes hingehen wird, sei noch offen – sicher sei jedoch, dass das Projekt fortgesetzt werde. Das heißt, die Karawane zieht weiter. Helmbrecht ermunterte die Gäste, die letzten Momente, in denen diese einmalige Zusammenstellung unterschiedlicher Werke zu bewundern ist, nochmals zu genießen.
Nach den Ansprachen lud Günter Helmbrecht die Gäste wie auch bei der Vernissage zu einem reichhaltigen Buffet und einem Glas Sekt ein. In angenehmer, inspirierender Atmosphäre kamen die Kunstschaffenden und die Gäste rege ins Gespräch.
Mit der Finissage endete die Ausstellung in Ilmmünster, ihre Wirkung jedoch reicht über den Ausstellungsraum hinaus und setzt sich im Blick der Besucherinnen und Besucher fort.
Rückblick auf die Vernissage „full circle“ im Rathaus von Ilmmünster
Am Sonntag, den 23. November, wurde im Rathaus von Ilmmünster die Ausstellung „full circle“ feierlich eröffnet. Die vier Kunstschaffenden Silvia Gürtner, Annette Marketsmüller, Robert Rist und Matthias Wurm, ihr Organisator Günter Helmbrecht, Bürgermeister Georg Ott und Kulturreferent Norbert Ziegler freuten sich über zahlreiche Besucherinnen und Besucher – darunter auch die zweite Bürgermeisterin Brigitte Wallner.
Ein besonderer Glanzpunkt waren drei junge Musikerinnen aus Ilmmünster, die den Vormittag mit klassischer Musik bereicherten und der Vernissage eine stimmungsvolle musikalische Note verliehen.
Begrüßung durch Bürgermeister Georg Ott
Bürgermeister Georg Ott eröffnete die Veranstaltung mit herzlichen Worten an Kunstschaffende, Musikerinnen und Gäste. Er hob hervor, wie sehr es ihn freue, dass das Rathaus erneut zu einem lebendigen Ort der Kunst werde und sich mit der Ausstellung „full circle“ im übertragenen Sinn „ein Kreis schließe“.
Er erinnerte an die Entstehung der Künstlergruppe während der Corona-Pandemie – einer Zeit, in der Kunst besonders viel Unterstützung benötigte. Der Arbeitskreis Kunst und Kultur habe damals wichtige Impulse gesetzt. Dass die Wanderausstellung nun nach mehreren Stationen in Ilmmünster angekommen sei, zeige, wie weit sich dieser Kreis inzwischen geöffnet habe.
Georg Ott hob hervor, dass eine der beteiligten Künstlerinnen, Annette Marketsmüller, aus Ilmmünster stammt und nun erstmals im Rathaus ausstellt – ein symbolischer Moment: Kunst aus der Gemeinde kehre an ihren Ursprung zurück.
Mit Wärme und einem Schuss Humor erinnerte Bürgermeister Georg Ott an die persönlichen Verbindungen zu mehreren Anwesenden: Zwei der Künstler sind heute Kunstlehrer am Schyren-Gymnasium, das er selbst besucht hatte und Herr Helmbrecht war einst sein Englischlehrer.
Diese Wiederbegegnung deutete er als eigenen „full circle“-Moment.
Laudatio von Günter Helmbrecht
Im Anschluss begrüßte Günter Helmbrecht die Gäste im Namen der vier Kunstschaffenden. Er bedankte sich herzlich beim Bürgermeister, beim Kulturreferenten Norbert Ziegler – der auch beim Hängen der Werke tatkräftig unterstützt hatte – sowie bei der Verwaltung und den Musikerinnen.
Günter Helmbrecht gab einen kurzen historischen Überblick: Die Gruppe „full circle“ wurde 2020 gegründet und steht allen Kunstinteressierten offen. Der Name, so erklärte er augenzwinkernd, gehe auf Robert Rist zurück und ersetze den wenig ansprechenden Ausdruck „Wanderausstellung“. Nach bisherigen Stationen in Gerolsbach, Rohrbach und Hohenwart setze Ilmmünster die Reihe nun fort. Anschließend stellte er die vier Künstlerinnen und Künstler sowie ihre künstlerischen Ansätze vor – von Malerei über Grafik bis hin zu Keramik.
Zum Abschluss ermutigte Günter Helbrecht das Publikum augenzwinkernd, jetzt noch „günstige“ Kunst der Gruppe zu erwerben – schließlich könnten Werke später einmal erheblich an Wert gewinnen. Mit Verweis auf Klimts Rekordpreis gab er dieser Empfehlung eine pointierte Note.
Würdigung der Kunst durch Kulturreferent Norbert Ziegler
Kulturreferent Norbert Ziegler knüpfte inhaltlich an den Ausstellungstitel an: Ein Kreis schließe sich durch das Zusammenspiel vier unterschiedlicher künstlerischer Handschriften, die dennoch harmonisch zusammenwirkten.
Er würdigte jede der Kunstschaffenden:
Silvia Gürtner: Ihre farbintensiven, intuitiven Arbeiten seien „Stimmungsbilder“ und zugleich „Heilmittel“, die Brücken zwischen innerem Erleben und äußerer Welt schlagen. Ihre „Seelenbilder“ bieten Wege, Stress zu verarbeiten und sich wieder neu zu verbinden.
Robert Rist: Sein Spiel mit Licht und Schatten rege dazu an, über Realität und Fiktion nachzudenken. Seine Kunst reflektiert vielleicht die unscharfen Ränder unserer eigenen Wahrnehmung.
Matthias Wurm: Sein bewusster Umgang mit Material – insbesondere Keramik – werde selbst zum Teil des Ausdrucks. Seine skulpturalen und raumgreifenden Werke verbinden Form, Material und Wahrnehmung zu poetischen Installationen.
Annette Marketsmüller: Ihre präzise beobachtende Handschrift machte das Alltägliche sichtbar und erzählte neue Geschichten. Ihre Werke schwebten zwischen Realität und Illusion und schärften den Blick für die Tiefe und Schönheit der kleinen Momente.
Ziegler betonte, dass alle vier Kunstschaffenden dazu einladen, den Alltag bewusster wahrzunehmen und kunstvolle Momente im eigenen Leben wiederzuentdecken.
Die Ausstellung sei ein Geschenk an Gemeinde und Region – und ein lebendiger Dialog zwischen Werk, Raum und Betrachter.
Eine gelungene Vernissage
Nach den Ansprachen lud Günter Helmbrecht die Gäste zu einem reichhaltigen Buffet und einem Glas Sekt ein. In angenehmer, inspirierender Atmosphäre kamen Kunstschaffende und Besucherinnen rege ins Gespräch.
Ausblick
Die Ausstellung „full circle“ ist noch bis Anfang Februar 2026 während der regulären Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen. Eine Finissage findet am Sonntag, den 8. Februar 2026, um 11.00 Uhr statt.
Wir dürfen gespannt sein.
Norbert Ziegler
Kulturreferent der Gemeinde Ilmmünster